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Diskusfische in Pflanzenaquarien Teil 2

Optimierung des Diskusmilieus - Diskusfische bevorzugen bekanntlich weiches und saures Wasser. In der Natur ist das Wasser in einem Diskusbiotop typisch extrem weich, braun gefärbt und hat einen niedrigen pH-Wert.

Die Diskusfische, die Sie sich eventuell anschaffen wollen, sind jedoch weit weg von den Regenwäldern des Amazonas aufgezogen worden, und Sie sollten deshalb versuchen ein Wassermilieu zu schaffen, das so nah wie möglich an das des Züchters herankommt. Das bedeutet also, dass Sie wenn möglich den Züchter fragen sollten, an welche Bedingungen Ihre Diskusfische gewöhnt sind. Ein weiterer Faktor für die Gestaltung des Systems ist die Frage, ob Sie Diskusfische züchten wollen oder bloß als hübsche, majestätische Fische in einen Pflanzenaquarium halten möchten. Für eine Diskuszucht ist eine weitaus genauere Anpassung an die optimalen Wasserverhältnisse erforderlich, als wenn man die Fische nur in einem Gesellschaftsaquarium halten möchte. Wenn Sie nicht an einer Aufzucht interessiert sind, lautet der beste Ratschlag, den wir Ihnen geben können: wählen Sie Wasserverhältnisse, die Sie in Verbindung mit dem regelmäßigen Wasserwechsel problemlos stabil halten können. Es ist wesentlich besser, relativ hartes und basisches Wasser zu verwenden, anstatt mit allen möglichen aufwendigen Wasseraufbereitern wie z.B. Weichmachern, pH-Regulierern oder anderen Chemikalien zu kämpfen.

Aquariumgröße
Viele �Diskusanfänger� neigen dazu, ein viel zu kleines Aquarium zu wählen. Die meisten Jungfische werden verkauft, wenn sie die Größe eines Fünfmarkstücks haben, und da kann man sich leicht vorstellen, 6-8 Diskusfische in einem 80-Liter-Aquarium zu halten. Doch dieser Eindruck täuscht! Züchter empfehlen ca. 160 Liter als Mindestgröße für ein laichendes Pärchen, und mein Rat lautet, diese Faustregel auch für Pflanzenaquarien mit Diskus anzuwenden. Wir halten gewöhnlich vier bis sechs ausgewachsene Diskusfische in einem 380-Liter-Aquarium, und dies scheint recht angemessen zu sein. Man muss jedoch neben dem Fassungsvermögen auch die eigentlichen Maße des Aquariums berücksichtigen � ein relativ hohes Aquarium ist eindeutig einem relativ niedrigen und langen vorzuziehen, da die Diskusfische recht hoch sind. Ein 20 cm langer Diskus ist wesentlich höher als ein gewöhnlicher 20 cm langer Aquariumfisch. Es empfiehlt sich, mit einer größeren Anzahl an Jungfischen anzufangen, als man eigentlich behalten möchte, um dann die schwächsten Fische allmählich auszusortieren. Unserer Erfahrung nach gibt es in jeder Brut einige Fische, die stärker sind als die anderen. Die schwächsten Fische werden ohnehin nur kaum überleben können, so dass man sie genauso gut frühzeitig entfernen kann. Wenn Ihr Fischhändler Fische aufkauft, können Sie sie vielleicht bei ihm los werden � und die schwachen Fische können sich in anderen Zusammenhängen durchaus als die stärksten erweisen.

Weiches Wasser
Wir sind in der glücklichen Lage, weiches Leitungswasser zu haben. Unser Wasser kommt aus einem Reservoir in den Bergen und besteht in erster Linie aus Schmelzwasser. Die Gesamthärte liegt durchschnittlich bei ca. 0,5 bis 1,0 (dGH bzw. Kalzium/Magnesium-Härte). Dieses Niveau ist für die Diskusfische alleine sicher in Ordnung, doch unserer Meinung nach ist es zu niedrig, um ein ordentliches Pflanzenwachstum zu erzielen. Wir geben Kalziumkarbonat hinzu, um die Gesamthärte auf ca. 2,0 dGH zu erhöhen (etwa 35 ppm). Bei unserem 380-Liter-Diskusaquarium sind das ca. 4 Teelöffel (8 g) an analytisch reinem CaCO3.

Anmerkung: Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass man mit zwei Teelöffeln Kalziumkarbonat (ca. 4 g) pro 200 Liter die Gesamthärte um ca. 1 dGH und die Karbonathärte um 1 dKH erhöhen kann. Ein Teelöffel Natriumbikarbonat (ca. 6 g) auf 200 Liter Wasser erhöht die Karbonathärte um 1 dKH, während die Gesamthärte nicht beeinflusst wird. Verwenden Sie immer ein Testkit um sicherzustellen, dass Sie genügend Härtemittel zugeben. Es ist nämlich schwierig, die einzelnen Chemikalien korrekt abzumessen, wenn man keine empfindliche Laborwaage zur Verfügung hat. In den meisten Testkits entspricht ein Härtegrad (dGH oder dKH) 17,8 mg/l CaCO3.

Niedriger pH-Wert
Obwohl die meisten Aquarianer sich darüber einig sind, dass Diskusfische am besten bei einem niedrigen pH-Wert gedeihen, bevorzugen wir trotzdem einen pH-Wert von 6,9 in unseren Pflanzenaquarien mit Diskus. Für uns bedeutet dies, dass wir den pH-Wert mit CO2 justieren, wenn wir die Karbonathärte erhöht haben. In einem Aquarium ohne Pflanzen kann man verschiedene Mittel anwenden, um den pH-Wert anzupassen. Diese Mittel enthalten in der Regel jedoch große Mengen an Phosphor, und dies würde in einem Pflanzenaquarium, in das normalerweise wesentlich mehr Licht einstrahlt und auch verschiedene andere Pflanzennährstoffe zugeführt werden, zu Algenproblemen führen. Zur Justierung des pH-Wertes geben wir Natriumbikarbonat (NaHCO3 oder gewöhnliches Backpulver) hinzu, um die Karbonathärte von den ca. 2 dKH in unserem Leitungswasser auf ca. 4 dKH zu erhöhen, was etwa 70 mg/l CaCo3 entspricht. Es ist zu beachten, dass das CaCO3, das wir zuvor zur Erhöhung der Gesamthärte zugegeben haben, auch die Karbonathärte erhöht, so dass man immer überprüfen muss, wie viel Natriumbikarbonat man hinzugeben muss, nachdem man die Gesamthärte erhöht hat. In unserem Fall geben wir 2 Teelöffel (ca. 12 g) analytisch reines NaHCO3 hinzu, um eine endgültige Karbonathärte von 4 dKH zu erzielen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die meisten Testkits zur Prüfung der Karbonathärte tatsächlich die Alkalinität messen. Wenn Karbonat der einzige Puffer im Wasser ist, ist die Karbonathärte gleich der Gesamthärte. Wenn jedoch andere Puffer im Wasser vorhanden sind, wie z.B. Phosphate und Sulfate, kann man mit einem gewöhnlichen Testkit kaum eine korrekte Messung der Karbonathärte erhalten.

Der andere Teil des pH-Gleichgewichts ist CO2. Wenn man die Karbonathärte erhöht, steigt auch der pH-Wert. Um den pH-Wert wieder zu senken und die Pflanzen für ein gutes Wachstum mit ausreichend CO2 zu versorgen, leiten wir CO2 ins Wasser, bis die CO2-Konzentration ca. 15 mg/l beträgt. Diese CO2-Konzentration ergibt bei einer Karbonathärte von 4 einen pH-Wert von 6,9. Im Internet sind viele verschiedene KH/CO2/pH-Tabellen zugänglich, so dass Sie die Karbonathärte und CO2-Konzentration genau auf Ihre Verhältnisse abstimmen können.

Hohe Wassertemperaturen
Aquarianer haben die Erfahrung gemacht, dass Diskusfische bei einer relativ hohen Temperatur widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind. Deshalb wird oft eine Wassertemperatur zwischen 27 und 30 ºC oder noch höher empfohlen. Unserer Erfahrung nach kommt es bei den ganz hohen Wassertemperaturen jedoch zu Algenproblemen, und wir bevorzugen deshalb den unteren Teil dieses Temperaturbereichs, nämlich 28 ºC. Ein positiver Aspekt der höheren Wassertemperaturen ist, dass man neben Heizkabeln im Boden keine zusätzliche Heizung verwenden muss. In den meisten Häusern ohne Klimaanlage steigen die Temperaturen im Sommer gewöhnlich etwa 28 ºC, und deshalb ist eine zusätzliche Heizung überflüssig, da die Heizkabel nachts das Wasser problemlos erwärmen können.

Sauerstoffversorgung des Wassers
Wegen der hohen Wassertemperaturen ist potentiell weniger Sauerstoff im Aquariumwasser vorhanden. Auf Meereshöhe können bei 24 ºC ca. 8,4 mg Sauerstoff pro Liter gelöst werden, bei 30 ºC sinkt dieser Wert auf nur 7,6 mg/l. Dies wird in großen Höhen noch kritischer, da die Kombination aus hoher Temperatur und großer Höhe die Menge an Sauerstoff weiter reduziert, die in Wasser gelöst werden kann. Ein Pflanzenaquarium ist in diesem Zusammenhang recht gut, da die Pflanzen tagsüber das Wasser mit Sauerstoff auf Werte bis 120% oder mehr übersättigen können. Wir wohnen in einer Höhe von 1600 m über dem Meeresspiegel, doch trotzdem können wir am späten Nachmittag Werte von bis zu 8,3 mg/l verzeichnen � was dem Luftgleichgewicht auf Meereshöhe entspricht. Zusätzlich verwenden wir einen Rieselfilter um sicherzustellen, dass das Wasser auch nachts, wenn das Licht ausgeht und keine Photosynthese mehr stattfindet, gut mit Sauerstoff versorgt wird. Mit dieser Technik erreichen wir morgens vor dem Einschalten der Beleuchtung eine Sättigung von etwa 90%. Die gleiche Wirkung ließe sich natürlich auch mit einem Luftstein erzielen, der jedoch andererseits einen drastischen Abfall der CO2-Konzentration verursachen würde.


Empfehlenswerte Pflanzen
Ein letzter Aspekt, den man im Hinblick auf das Diskusaquarium beachten sollte, ist die Wahl von Pflanzen, die nur selten beschnitten werden müssen. Je weniger man im Aquarium arbeitet, desto wohler fühlen sich die Diskusfische! Deshalb sollte man langsam wachsende Pflanzen wählen und somit einige der gewöhnlicheren Stängelpflanzen wie Hygrophila und Ludwigia vermeiden. Diskus-Anfänger sind sich oft unsicher, welche Pflanzen sie in ihrem Diskusaquarium verwenden können. Die Hauptbesorgnisse sind hierbei meist die hohen Temperaturen und das weiche Wasser. Mit ganz wenigen Ausnahmen meinen wir jedoch, dass diese Umstände keine Probleme für die Pflanzen im Aquarium darstellen. Unserer Meinung nach ist es wichtiger, sich auf die richtige Größe, Form und Pflegebedürfnisse der Pflanzen zu konzentrieren.

Echinodorus
Eine ausgezeichnete Pflanzenwahl für Diskusaquarien ist die Gattung Echinodorus. Die natürliche Heimat der Schwertpflanzen ist das Amazonastiefland, auch wenn sie nur selten in dem dunklen, humusreichen Wasser anzufinden sind, das die Diskusfische bevorzugen. Echinodorus ist in zahlreichen Größen und Formen erhältlich und kann somit sehr wirkungsvoll in Pflanzenaquarien mit Diskus verwendet werden. Eine nahezu unschlagbare Solitärpflanze ist die große Amazonas-Schwertpflanze (Echinodorus bleheri). Die großen anmutigen Blätter, die hellgrünen Farbtöne und die hübsche Fontäne, die die Blätter bilden können, machen diese Pflanze zu einer klassischen Aquarienpflanze. Sie ist perfekt für Diskusaquarien, da sie sozusagen den gleichen Maßstab hat � ihre Blätter können 60 cm oder länger werden und die Pflanze nimmt in diesem Fall einen nicht unbedeutenden Platz im Aquarium ein. Diskusfische können sich einfach hinter den großen Blättern verstecken. Wegen ihrer Größe und Form sind die Blätter auch gut als Laichplatz geeignet, obwohl Diskusfische eigentlich ein etwas festeres Laichsubstrat bevorzugen.

Andere gute Schwertpflanzen für Diskusfische sind E. amazonicus, E. major, E. cordifolius und ihre zahlreichen Varianten. Eine sehr beliebte und attraktive Pflanze ist in diesem Zusammenhang die Variante Echinodorus Ozelot, die vom deutschen Pflanzenzüchter Barth aus Dessau gezüchtet wurde. Die Gattung Echinodorus umfasst auch viele Pflanzen, die sich ideal als Vordergrundpflanzen eignen. Eine der beliebteren ist E. tenellus, die wie Gras aussieht und sehr leicht zu halten ist. Von den größeren Varianten seien E. quadricostatus und E. bolivianus genannt, die beide einen hübschen Übergang von den eigentlichen Vordergrundpflanzen zu Solitärpflanzen bilden.

Anubias
Die Gattung Anubias besteht aus einer großen Sammlung an Pflanzen aus Afrika. Auch wenn sie nicht in den natürlichen Diskusbiotopen vorkommen, sind sie trotzdem sehr wertvoll als Hintergrundpflanzen oder Solitärpflanzen auf z.B. Steinen oder Wurzeln. Sie bilden auch einen hübschen Kontrast zu Echinodorus, da sie oft etwas dunkler sind und die Blätter gewöhnlich eine völlig andere Form haben. Außerdem sind sie sehr robust und als Laichsubstrat für Diskusfische geeignet. Anubias gedeihen in nahezu jedem Aquarium, da sie völlig anspruchslos sind. Sie vertragen niedrige Lichtintensitäten, gedeihen jedoch am besten bei viel Licht und hoher CO2-Konzentration. Nicht selten kann man sie bei guten Wachstumsbedingungen unter Wasser blühen sehen. Sie gedeihen eigentlich in relativ hartem Wasser am besten, doch wir haben in unseren Aquarien keinerlei Probleme mit ihnen erlebt.

Am einfachsten zu finden sind verschiedene Sorten von Anubias barteri. Anubias barteri ist normalerweise eine große Pflanze mit bis zu 15 cm langen Blättern. Die Sorte Anubias barteri var. nana hat kleinere Blätter und eignet sich gut als Vordergrundpflanze. Eine seltenere Sorte ist Anubias barteri var. coffeeafolia, die tief eingeschnittene Blätter hat und eine sehr attraktive Pflanze in der Mitte des Aquariums ist. Es gibt andere Arten von Anubias wie z.B. A. afzelli und A. congensis, doch sie eignen sich besser für höhere Aquarien. Diese beiden Arten haben normalerweise einen aufrechten Blattstängel und erinnern daher an Echinodorus. Sie sind an und für sich gut für Diskusaquarien geeignet, gedeihen jedoch in weichem, warmem Wasser nicht so gut.

Hohe und schlanke Pflanzen
Andere wertvolle Pflanzen für das Diskusaquarium sind hohe und schlanke Pflanzen, die dazu beitragen, die vertikale Ebene in der Unterwasserlandschaft zu betonen. Achten Sie in diesem Zusammenhang auch auf Kontraste bei Farben und Texturen. Pflanzen der Gattung Cryptocoryne, insbesondere C. wendtii und C. blassi sind mit ihren aufrechten Blättern und dunklen Farben sehr hübsch. Es gibt viele Sorten von C. wendtii, so dass Sie problemlos eine finden können, die in Form und Farbe passt und sich als Vordergrundpflanze eignet. Wir haben keine Probleme, Cryptocorynen in weichem, warmem Wasser zu halten. Die Pflanzen der Gattung Ammannia, A. gracilus und A. senegalensis, machen sich ebenfalls gut in einem Diskusaquarium. Sie wachsen nicht besonders schnell und bilden einen hübschen roten Kontrast im Aquarium. Sie lassen sich einfach durch Stecklinge vermehren, indem man die Spitze abkneift und in den Bodengrund pflanzt, während der Rest stehen bleiben und neue Seitentriebe bilden kann. Einige Mitglieder der Gattung Bacopa gelten in erster Linie als Kaltwasserarten und deshalb nicht für Diskusaquarien geeignet. Wir haben jedoch viel Erfolg mit B. monnieri gehabt, die eine hübsche Hintergrundpflanze ist. Sie wächst nicht besonders schnell und hat eine schöne hellgrüne Farbe. Auch mit Javafarnen (Microsorum pteropus) und den Gattungen Micranthemum und Hydrocotyle hatten wir in Diskusaquarien viel Erfolg.

Weniger geeignete Pflanzen
Einige wenige Pflanzen eignen sich nicht für Diskusaquarien. Viele dieser Pflanzen stammen aus Nordamerika und sind an niedrigere Wassertemperaturen angepasst, so dass sie in Diskusaquarien weniger gut gedeihen. Wir haben es mit Samolus parviflorus, Amoracia aquatica und Bacopa caroliniana versucht, die sich im warmen Wasser nicht wohl fühlen. Andere gängige Aquarienpflanzen wachsen entweder viel zu schnell oder bilden ein zu dichtes Laub und müssen zu häufig beschnitten werden. Sie eignen sich unter Umständen gut als Startpflanzen, die man aber herausnehmen sollte, wenn das Diskusaquarium sein Gleichgewicht gefunden hat. Beispiele für solche Pflanzen sind Hygrophila, Ludwigia, Rotala und die größeren Vallisneria-Arten.

Pflanzen und die Liebe
Lassen sich Pflanzenaquarien und laichende Diskusfische unter einen Hut bringen? Die Antwort lautet ja und nein! In vielerlei Hinsicht sind Pflanzen gut für ein Brutaquarium. Wenn die Pflanzen sorgfältig platziert sind, können sie einen hübschen Rahmen für laichende Fische bilden, da das Pärchen leicht zusammen finden und sein Territorium verteidigen kann. Das alleine ist schon ein Vorteil, und dazu kommt noch die bessere Wasserqualität, die in Pflanzenaquarien oft anzutreffen ist. In unseren Aquarien haben viele Diskuspärchen gelaicht. Einmal hatten wir sogar zwei Pärchen, die jeweils an einem Ende eines 380-Liter-Aquariums gleichzeitig gelaicht haben. Allerdings bestehen so viele Nachteile, dass man ein Pflanzenaquarium nicht für eine eigentliche Aufzucht empfehlen kann. Der größte Nachteil ist die Tatsache, dass man nicht optimal füttern kann, um ein laichendes Paar auf die erforderliche Größe zu bringen. Diskuszüchter verfüttern normalerweise große Mengen an Futter, das in erster Linie aus einer Rinderherzmischung besteht. Wenn sich Futterreste ansammeln, treten unweigerlich Probleme auf. Diese Fütterungsmethode ist also nur für Aquarien ohne Pflanzen und Bodengrund geeignet.

Obwohl viele Paare in unseren Aquarien gelaicht haben, sind die meisten Jungfische nicht weit über das freischwimmende Stadium hinaus gekommen. Unsere Gesellschaftsaquarien enthalten andere Diskusfische sowie Tetras und Algenfresser. Die Eltern geben sich zwar viel Mühe, ihre Eier zu verteidigen, doch sie sind nicht in der Lage, einen Schwarm Jungfische zu beschützen, der im Aquarium herumtollt. Deshalb empfehlen wir allen, die Diskusfische züchten wollen, die Jungfische im Gesellschaftsaquarium zu halten, bis sie eine vernünftige Größe haben, und sie dann in ein eigentliches Aufzuchtbecken umzusetzen.

Dies ist die Übersetzung eines Artikels, der in der Herbstausgabe 2001 von Planted Aquaria Magazine erschienen ist.



 

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